Seit Samstag wohnt bei mir eine Texanerin, Aubrey. Schon als sie mit ihren Cowboystiefeln, blonden Haaren und süßen Lachen im Gesicht aus dem Zug stieg hat sie mich ergriffen.
Sie ist für mich ein tolles Beispiel für glückliche Jugendliche. An ihrem Gästezimmer hatte sie nichts auszusetzen und sie erfreut sich bei jedem kraulen meiner Katze. Ihre Zufriedenheit fängt mich immer wieder ein und ich entwickel ein Gefühl und Gedanken, welche mir zureden, dass ich auch so sein möchte. Dabei geht es mir nicht darum sie nachzuahmen oder sie zukopieren. Nein, ich möchte lediglich das Glück und die Zufriedenheit auf meiner Seite. Auf die Seite des Engels bitte!
Aubrey redete nicht viel, doch seit Sonntagabend wird die Situation immer besser. Die Deutschen, 15 Familien, veranstalteten ein Barbecue. Mit Steaks, Knüppelteig und vielen Fotos lernten wir uns gegenseitig kennen.Klingt nach Spaß oder?
Doch nach um acht wurde ich immer träger und ich verlor die Lust an allem. In diesem Moment hatte ich mir neben dem ehrlichen Lachen und etwas mehr Motivation und Aktivität meinerseits gewünscht. Zum Glück war mein Freund auch dabei, er schafft es einfach immer wieder der müden Anne ein Hauch Optimismus zu schenken.
Aubrey amüsierte sich prächtig! Heut, Montag, schrieb ich eine sehr wichtige Arbeit und als ich zu Hause war, wusste ich nicht was ich mit meiner Austauschschülerin unternehmen soll, da ich ziemlich kaputt war, mal wieder. Aber nach einer Weile ausruhen, zeigte ich ihr ein bisschen das Dorf indem ich wohne. Ihr gefällt es sehr in Deutschland. Ob mir in Oktober Texas auch so sehr gefällt? Was wird aus mir wenn ich mich nicht zurecht finde und die Sehnsucht nach meinem Freund unerträglich erscheint? Ich wäre verloren in einem unbekannten Land. Das ich manchmal abwesend bin, weil ich in Gedanken in meiner eigenen Traumwelt dahinschwebe ist dagegen noch harmlos. (Auch wenn das meinem Freund manchmal stutzig macht).
Nun sitze ich an meinem Laptop und bin erleichtert schreiben zu können,dass ich mit Aubrey nun super klar komme! Wir scherzen und lachen sogar, soweit war am Samstag nicht zu denken! Ich freue mich nun auf die weiteren Tage mit den Amerikanern!
Um auf meine Projekte zurück zukommen: Ich habe mir ein Buch gekauft, es mit gepressten Blumen beklebt et voila, mein neues Tage-oder Notizbuch. Das Schreiben läuft nun besser. Zu mehr Sport bin ich nicht gekommen, abgesehen vom Schulsport. Aubrey zeichnet wahnsinnig gut,sodass ich von ihr viel lernen kann! Weiterer Punkt die Fotografie, ich versuche darauf mehr zu achten meine Kamera mitzunehmen, besonders wenn wir Audflüge mit den Texanern machen, bietet es sich an! Vielleicht schaffe ich es ein Foto von Aubrey abzumalen und ihr zu schenken, weil sie mir eine Zeichnung von unserem Hund mir schenkte. (Ihr Gastgeschenk war eine Kette mit einem Cowboystiefel, Untersetzer mit Texasschrift, Pralinen und Seife). Weitere Neuigkeiten folgen.
GOODBYE
PS: Es ist komisch Englisch zu reden, aber ich merke bereits nach 3 Tagen, dass es meine Sprachkenntnisse verbessert.
Anny
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