16. Juni 2014

US, „Lone Star State“, Deutschland,Traumwelt?

Seit Samstag wohnt bei mir eine Texanerin, Aubrey. Schon als sie mit ihren Cowboystiefeln, blonden Haaren und süßen Lachen im Gesicht aus dem Zug stieg hat sie mich ergriffen.
Sie ist für mich ein tolles Beispiel für glückliche Jugendliche. An ihrem Gästezimmer hatte sie nichts auszusetzen und sie erfreut sich bei jedem kraulen meiner Katze. Ihre Zufriedenheit fängt mich immer wieder ein und ich entwickel ein Gefühl und Gedanken, welche mir zureden, dass ich auch so sein möchte. Dabei geht es mir nicht darum sie nachzuahmen oder sie zukopieren. Nein, ich möchte lediglich das Glück und die Zufriedenheit auf meiner Seite. Auf die Seite des Engels bitte!
Aubrey redete nicht viel, doch seit Sonntagabend wird die Situation immer besser. Die Deutschen, 15 Familien, veranstalteten ein Barbecue. Mit Steaks, Knüppelteig und vielen Fotos lernten wir uns gegenseitig kennen.Klingt nach Spaß oder?
Doch nach um acht wurde ich immer träger und ich verlor die Lust an allem. In diesem Moment hatte ich mir neben dem ehrlichen Lachen und etwas mehr Motivation und Aktivität meinerseits gewünscht. Zum Glück war mein Freund auch dabei, er schafft es einfach immer wieder der müden Anne ein Hauch Optimismus zu schenken.
Aubrey amüsierte sich prächtig! Heut, Montag, schrieb ich eine sehr wichtige Arbeit und als ich zu Hause war, wusste ich nicht was ich mit meiner Austauschschülerin unternehmen soll, da ich ziemlich kaputt war, mal wieder. Aber nach einer Weile ausruhen, zeigte ich ihr ein bisschen das Dorf indem ich wohne. Ihr gefällt es sehr in Deutschland. Ob mir in Oktober Texas auch so sehr gefällt? Was wird aus mir wenn ich mich nicht zurecht finde und die Sehnsucht nach meinem Freund unerträglich erscheint? Ich wäre verloren in einem unbekannten Land. Das ich manchmal abwesend bin, weil ich in Gedanken in meiner eigenen Traumwelt dahinschwebe ist dagegen noch harmlos. (Auch wenn das meinem Freund manchmal stutzig macht).
Nun sitze ich an meinem Laptop und bin erleichtert schreiben zu können,dass ich mit Aubrey nun super klar komme! Wir scherzen und lachen sogar, soweit war am Samstag nicht zu denken! Ich freue mich nun auf die weiteren Tage mit den Amerikanern!
Um auf meine Projekte zurück zukommen: Ich habe mir ein Buch gekauft, es mit gepressten Blumen beklebt et voila, mein neues Tage-oder Notizbuch. Das Schreiben läuft nun besser. Zu mehr Sport bin ich nicht gekommen, abgesehen vom Schulsport. Aubrey zeichnet wahnsinnig gut,sodass ich von ihr viel lernen kann! Weiterer Punkt die Fotografie, ich versuche darauf mehr zu achten meine Kamera mitzunehmen, besonders wenn wir Audflüge mit den Texanern machen, bietet es sich an! Vielleicht schaffe ich es ein Foto von Aubrey abzumalen und ihr zu schenken, weil sie mir eine Zeichnung von unserem Hund mir schenkte. (Ihr Gastgeschenk war eine Kette mit einem Cowboystiefel, Untersetzer mit Texasschrift, Pralinen und Seife). Weitere Neuigkeiten folgen.

GOODBYE

PS: Es ist komisch Englisch zu reden, aber ich merke bereits nach 3 Tagen, dass es meine Sprachkenntnisse verbessert.

Anny

11. Juni 2014

Der erste Versuch

Hallo Du,

es fällt mir soeben schwer einen passenden Anfang über die klimpernden Tasten zu formulieren und während ich gerade merke, dass es nach einigen Versuchen immer noch nicht das Richtige ist, lasse ich es gut sein und beginne mit dem Hauptsächlichen.
Um meinem Vorhaben mehr Sinn und Verständnis zu verleihen, erkläre ich die große oder weniger große Frage: Warum?
Da ich vor einigen Jahren meinem jungen Lebens aufgehört habe Texte, Notizen, Geschichten und ältere Blogs zu schreiben, kam ich zum Entschluss, dass meine Gedanken wieder festgehalten werden müssen. Dazu kommt, dass ich auch noch weitere Projekte starten möchte, zu dem ich später kommen werde.
Es hat mir schon immer eine Freude bereitet mich hinzusetzen und einfach den Fluss durch die Strömung der Wörter schnellen zu lassen, doch was mich dabei noch bewegt sind die Veränderungen, welche sich in mir auftun. Meine Stellung zu verschiedenen Themen wechseln sich und ich glaube, dass das Schreiben mein Bewusstsein  beeinflusst. Mag es negativ oder positiv sein, wie heißt es denn so schön : "Aus Fehlern lernt man", genauso ist es doch auch von Meinungen. Vorurteile sind da für mich ein tolles Beispiel.
Mit meiner mehr oder weniger realistischen Ansicht möchte ich dem Internet meine Daten und Gedankengänge nicht vorenthalten und nicht nur mir, sondern vielleicht auch euch einen Gefallen tun und Inspirationen einfangen.
Nicht nur das Schreiben, auch das Singen, Tanzen und Zeichnen machen mir Freude. Weitere Projekte sind davon abgeleitet: - Da ich mein halbes Leben lang Leichtathletik gemacht habe und durch privaten Gründen verhindert worden war, es weiterhin zu machen, möchte ich jetzt endlich wieder aktiv werden. Radfahren, Schwimmen, Inlineskating, Wasserskifahren und Joggen gehen, auch die Hüfte möchte ich wieder schwingen und das vielleicht nicht nur unter der silbernen Kugel im Dunst. Sport ist mir extrem wichtig und ich hoffe, dass ich wieder fitter werde.
- Seit Wochen habe ich eine neue Kamera. Leicht zu erraten ist mein drittes "Projekt". Fotografieren ist eine tolle Sache und sollte von mir vertieft werden. Was gibt es schöneres als alte Urlaubsfotos anzuschauen oder darüber zu lachen wie wir vor 5 Jahren aussahen??...
-... damit im Zusammenhang steht das Zeichnen. Ich bin längst kein Profi und auch Amateur kann man meine Bleistiftstriche nicht nennen. Ich gehe kritisch damit um, zwar kann ich auch den Stolz spüren, jedoch blickt der Teufel immer über meine Schulter, was mich das "Besser-werden" anstrebt. Ich zeichne in den meisten Fällen ab und ich kann mir gut vorstellen meine geschossenen Bilder mit meiner Nikon D5100 auch abzumalen.
Es werden kleine Vorhaben folgen [...]

Auf diesen Blog werde ich Bilder und Texte hochladen. Vielleicht auch kurze Gedanken, die ich unbedingt festhalten möchte. Mit Hatern ist zu rechnen und ich bin mir dessen Bewusst dass sich hier Widersprüche auftun werden. Doch halten wir mal kurz inne, atmen tief durch. Ohne mich zu rechtfertigen möchte ich darauf hinweisen, dass wir alle nur Menschen sind. Und wie oben angebracht, Fehler sind menschlich und Keiner ist perfekt.

Ich hoffe, dass du weiterhin bei meinem Blog vorbeischauen wirst.

Vielen Dank!
Anny